4. Sonntag der Fastenzeit
Eröffnungsgebet
Herr, gib, dass ich dich klarer sehe,
dich inniger liebe und dir näher folge,
Tag für Tag.
Die Schrift
Lukas 9, 22-25
Und er sagte: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er muss getötet und am dritten Tage auferweckt werden. Zu allen sagte er: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. (Mt 8, 22; Mt 10, 38; Mt 16, 24; Mk 8, 34; Lk 14, 27) Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten. (Mt 10, 39; Mt 16, 25; Lk 17, 33; Joh 12, 25) Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?
Reflexion
Die Aufforderung, täglich unser Kreuz auf sich zu nehmen und Jesus nachzufolgen, unterstreicht die Bedeutung eines kontinuierlichen, täglichen Engagements auf unserem geistlichen Weg. Es ist keine einmalige Entscheidung, sondern eine tägliche Entscheidung, unseren Glauben durch Taten der Liebe, des Mitgefühls und der Selbstaufopferung zu leben. Indem wir unsere einzigartigen Kreuze mit Ausdauer und Hingabe annehmen, wachsen wir in unserer Beziehung zu Christus und werden immer empfänglicher für seine Gegenwart in unserem Leben.
Jesus lehrt, dass diejenigen, die versuchen, ihr Leben zu retten, indem sie sich nur auf die Selbsterhaltung und den eigenen Vorteil konzentrieren, es letztendlich verlieren werden. Wahre Erfüllung findet man in der Selbsthingabe und dem Leben zum Wohle anderer, so wie Jesus es tat. Indem wir der Liebe, der Fürsorge, der Solidarität, dem Mitgefühl und der Gerechtigkeit den Vorrang geben, entdecken wir unser wahres Selbst und erfahren die tiefe Freude und den Sinn, die sich aus einem Leben im Einklang mit Gottes Willen ergeben. Diese Perspektive ermutigt uns, unseren Fokus vom persönlichen Gewinn auf das Wohlergehen anderer zu verlagern und so ein sinnvolleres und wirkungsvolleres Leben zu führen.
Kontemplation
Ich nehme mir ein paar Augenblicke Zeit, um mir die Szene aus dem Evangelium vorzustellen, die ich gerade gelesen habe. Ich lasse die Worte in meinem Herzen lebendig werden. Ich stelle mir das Ereignis so vor, als wäre ich dabei gewesen und Teil der Geschichte. Ich achte auf alle Details, den Anblick, die Geräusche, den Geschmack, die Gerüche und die Gefühle des Ereignisses. Ich stelle mir vor, dass ich eine der Figuren in der Szene bin oder dass ich selbst in der Geschichte vorkomme. Welche Botschaft hat Jesus für mich? Wie spricht Gott durch diese Geschichte zu mir persönlich? Ich öffne mein Herz für die Eingebungen des Heiligen Geistes.
Dankgebet
Ich bitte Gott, den Vater, mir ein tiefes Wissen über die vielen Gaben zu geben, die ich erhalten habe,
, damit ich voller Dankbarkeit für alles die göttliche Majestät in allen Dingen lieben und ihr dienen kann.
Mitpilger
Das Leiden ist eine große Gnade; durch das Leiden wird die Seele wie der Erlöser; im Leiden kristallisiert sich die Liebe heraus; je größer das Leiden, desto reiner die Liebe.
– Heilige Faustina
Schlussgebet
Christus mit mir,
Christus vor mir,
Christus hinter mir,
Christus in mir,
Christus unter mir,
Christus über mir,
Christus zu meiner Rechten,
Christus zu meiner Linken,
Christus, wenn ich mich niederlege,
Christus, wenn ich mich setze,
Christus, wenn ich aufstehe,
Christus im Herzen eines jeden, der an mich denkt,
Christus im Mund eines jeden, der von mir spricht,
Christus in jedem Auge, das mich sieht,
Christus in jedem Ohr, das mich hört.
Gott sei Dank durch Jesus Christus, unseren Herrn!
Amen.