Samstag der 1. Woche der Fastenzeit
Eröffnungsgebet
Herr, gib, dass ich dich klarer sehe,
dich inniger liebe und dir näher folge,
Tag für Tag.
Die Schrift
Lukas 5, 33-39
Sie sagten zu ihm: Die Jünger des Johannes fasten und beten viel, ebenso die der Pharisäer; deine Jünger aber essen und trinken. Jesus erwiderte ihnen: Könnt ihr denn die Hochzeitsgäste fasten lassen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein; dann, in jenen Tagen, werden sie fasten. Er erzählte ihnen aber auch ein Gleichnis: Niemand schneidet ein Stück von einem neuen Gewand ab und setzt es auf ein altes Gewand. Sonst würde ja das neue Gewand zerschnitten und zu dem alten würde das Stück von dem neuen nicht passen. Auch füllt niemand jungen Wein in alte Schläuche. Sonst würde ja der junge Wein die Schläuche zerreißen; er läuft aus und die Schläuche sind unbrauchbar. Sondern: Jungen Wein muss man in neue Schläuche füllen. Und niemand, der alten Wein trinkt, will jungen; denn er sagt: Der alte ist bekömmlich.
Reflexion
Diese Lehre, keinen neuen Wein in alte Schläuche zu füllen, symbolisiert die Notwendigkeit eines frischen und verändernden Ansatzes für den Glauben. Seine Botschaft unterstreicht die Bedeutung der inneren spirituellen Erneuerung gegenüber der bloßen äußeren Befolgung. Dies inspiriert uns dazu, eine dynamische und sich entwickelnde Beziehung zu Gott anzunehmen, die offen ist für neue Erkenntnisse und tieferes spirituelles Wachstum, anstatt an überholten Praktiken festzuhalten, die unserem spirituellen Weg nicht mehr dienlich sind.
Jesus vergleicht seine Gegenwart mit der eines Bräutigams bei einem Hochzeitsfest, einer Zeit der Freude und des Feierns. Seine Jünger fasten nicht, weil sie sich in der freudigen Gegenwart Christi befinden. Das lehrt uns, dass die Nachfolge Jesu tiefe Freude und Erfüllung bringt. Es ermutigt uns, unseren Glauben mit einem Gefühl der Freude und Dankbarkeit zu leben, die Gegenwart Christi in unserem Leben zu feiern und diese Freude durch unser Handeln und unsere Einstellung mit anderen zu teilen.
Kontemplation
Ich nehme mir ein paar Augenblicke Zeit, um mir die Szene aus dem Evangelium vorzustellen, die ich gerade gelesen habe. Ich lasse die Worte in meinem Herzen lebendig werden. Ich stelle mir das Ereignis so vor, als wäre ich dabei gewesen und Teil der Geschichte. Ich achte auf alle Details, den Anblick, die Geräusche, den Geschmack, die Gerüche und die Gefühle des Ereignisses. Ich stelle mir vor, dass ich eine der Figuren in der Szene bin oder dass ich selbst in der Geschichte vorkomme. Welche Botschaft hat Jesus für mich? Wie spricht Gott durch diese Geschichte zu mir persönlich? Ich öffne mein Herz für die Eingebungen des Heiligen Geistes.
Dank
Ich bitte Gott, den Vater, mir ein tiefes Wissen über die vielen Gaben zu geben, die ich erhalten habe,
damit ich voller Dankbarkeit für alles die göttliche Majestät in allem lieben und ihr dienen kann
Mitpilger
Demut bedeutet nicht, weniger von sich selbst zu denken. Es bedeutet, weniger an sich selbst zu denken.
– C.S. Lewis
Schlussgebet
Christus mit mir,
Christus vor mir,
Christus hinter mir,
Christus in mir,
Christus unter mir,
Christus über mir,
Christus zu meiner Rechten,
Christus zu meiner Linken,
Christus, wenn ich mich niederlege,
Christus, wenn ich mich setze,
Christus, wenn ich aufstehe,
Christus im Herzen eines jeden, der an mich denkt,
Christus im Mund eines jeden, der von mir spricht,
Christus in jedem Auge, das mich sieht,
Christus in jedem Ohr, das mich hört.
Gott sei Dank durch Jesus Christus, unseren Herrn!
Amen.