Markus 12, 38-44

38 Er lehrte sie und sagte: Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gewändern umher, lieben es, wenn man sie auf den Marktplätzen grüßt, 39 und sie wollen in der Synagoge die Ehrensitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben. 40 Sie fressen die Häuser der Witwen auf und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Umso härter wird das Urteil sein, das sie erwartet.

41 Als Jesus einmal dem Opferkasten gegenübersaß, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel. 42 Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein. 43 Er rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern. 44 Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hineingeworfen; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles hergegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt.


Reflexion on Markus 12, 38-44

Inspiration - 2026-06-06 Tägliches Gebet

Die Beschreibung der Schriftgelehrten, die Wert auf Status und Aussehen legten, während sie die Häuser der Witwen verschlangen, weist ein Echo auf das auf, was heutzutage in unserer Welt geschieht. Ihre eigennützige Motivation, so wird uns gesagt, wird ihnen noch größere Verurteilung einbringen.

Lange Gebete und durch Eigeninteresse motivierte große wohltätige Spenden an den Tempel haben nur wenig Wert im Vergleich zu der Gabe der armen Witwe, ihren zwei kleinen Kupfermünzen. Vielleicht beten wir um die Gnade, uns der Motivation für unser eigenes wohltätiges Handeln bewusst zu werden.