Johannes 2, 13-22 Einheitsübersetzung 2016

13 Das Paschafest der Juden war nahe und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. 14 Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. 15 Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern; das Geld der Wechsler schüttete er aus, ihre Tische stieß er um. 16 Und zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle! 17 Seine Jünger erinnerten sich, dass geschrieben steht: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren. 18 Da ergriffen die Juden das Wort und sagten zu ihm: Welches Zeichen lässt du uns sehen, dass du dies tun darfst? 19 Jesus antwortete ihnen: Reißt diesen Tempel nieder und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten. 20 Da sagten die Juden: Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut und du willst ihn in drei Tagen wieder aufrichten? 21 Er aber meinte den Tempel seines Leibes. 22 Als er von den Toten auferweckt war, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.


Reflexion on Johannes 2, 13-22 Einheitsübersetzung 2016

Inspiration - 2026-11-09 Tägliches Gebet

Der Tempel in Jerusalem galt als der natürliche Ort der Begegnung, an dem Gott und sein Volk miteinander sprechen konnten. Der ideale Ort, könnte man sagen, an dem Gott uns begegnen kann. Im Laufe der Jahre jedoch, als sich dort immer größere Massen an Pilgern versammelten, hatten die Händler das Gelände in Beschlag genommen und es zu einer regelrechten Räuberhöhle gemacht. Erinnere uns, Herr, daran, wie wichtig es ist, unsere Gebetsstätten heilig zu halten und sie nicht zu Orten des Handels und der Frivolität zu machen.