Johannes 7, 40-52
40 Einige aus dem Volk sagten, als sie diese Worte hörten: Dieser ist wahrhaftig der Prophet. 41 Andere sagten: Dieser ist der Christus. Wieder andere sagten: Kommt denn der Christus kommt doch aus Galiläa? 42 Sagt nicht die Schrift: Der Christus kommt aus dem Geschlecht Davids und aus dem Dorf Betlehem, wo David lebt? 43 So entstand seinetwegen eine Spaltung in der Menge. 44 Einige von ihnen wollten ihn festnehmen; doch keiner legte Hand an ihn.
45 Als die Gerichtsdiener zu den Hohepriestern und den Pharisäern zurückkamen, fragten diese: Warum habt ihr ihn nicht hergebracht? 46 Die Gerichtsdiener antworteten: Noch nie hat ein Mensch so gesprochen. 47 Da entgegneten ihnen die Pharisäer: Habt auch ihr euch in die Irre führen lassen? 48 Ist etwa einer von den Oberen oder von den Pharisäern zum Glauben an ihn gekommen? 49 Dieses Volk jedoch, das vom Gesetz nichts versteht, verflucht ist es. 50 Nikodemus aber, einer aus ihren eigenen Reihen, der früher einmal Jesus aufgesucht hatte, sagte zu ihnen: 51 Verurteilt etwa unser Gesetz einen Menschen, bevor man ihn verhört und festgestellt hat, was er tut? 52 Sie erwiderten ihm: Bist du vielleicht auch aus Galiläa? Lies doch nach und siehe, aus Galiläa kommt kein Prophet.
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Reflexion on Johannes 7, 40-52
Inspiration - 2026-03-21 Tägliches Gebet
Wir erinnern uns wie Nathanael fragte: „Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?“ Die Pharisäer schienen eine ähnliche Meinung zu vertreten. In beiden Fällen waren es Vorurteile und Engstirnigkeit, die sie daran hinderten, etwas Wunderbares, das unter ihnen lebte, zu sehen. Bleiben wir im heutigen Evangelium bei Nikodemus, der sich mutig dem lokalen Mob stellt. Er ist nicht bereit, etwas vorschnell zu verurteilen, nur weil er zunächst nicht ganz verstehen kann, was um ihn herum geschieht.