Lukas 13, 1-9
1 Zur gleichen Zeit kamen einige Leute und berichteten Jesus von den Galiläern, deren Blut Pilatus mit dem ihrer Opfertiere vermischt hatte. 2 Und er antwortete ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer größere Sünder waren als alle anderen Galiläer, weil das mit ihnen geschehen ist? 3 Nein, sage ich euch, vielmehr werdet ihr alle genauso umkommen, wenn ihr nicht umkehrt. 4 Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms am Schiloach erschlagen wurden – meint ihr, dass sie größere Schuld auf sich geladen hatten als alle anderen Einwohner von Jerusalem? 5 Nein, sage ich euch, vielmehr werdet ihr alle ebenso umkommen, wenn ihr nicht umkehrt.
6 Und er erzählte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum gepflanzt; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine. 7 Da sagte er zu seinem Winzer: Siehe, jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen? 8 Der Winzer erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. 9 Vielleicht trägt er in Zukunft Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen!
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Reflexion on Lukas 13, 1-9
Inspiration - 2026-10-24 Tägliches Gebet
Jesus stellte die Denkweise jener Menschen in Frage, die zu glauben schienen, dass Schlimmes eine Strafe Gottes sei. Dass Pilatus die Galiläer tötete, war eine schreckliche Tragödie, ebenso wie der Tod der Menschen, die durch den einstürzenden Turm von Siloah ums Leben kamen. Die Menschen erwarteten vermutlich, dass Jesus die bösen und gottlosen Taten des Pilatus verurteilen würde. Stattdessen rief er sie zur Umkehr auf und erzählte das Gleichnis von einem liebevollen und mitleidsvollen Gärtner, der sich um den Baum kümmerte, der keine Früchte trug. Vielleicht möchten wir um Führung beten und fragen, wie unser Leben in Gottes Augen Früchte tragen kann.