Lukas 18, 1-8 Einheitsübersetzung 2016

1 Jesus sagte ihnen durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten: 2 In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm. 3 In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Widersacher! 4 Und er wollte lange Zeit nicht. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht; 5 weil mich diese Witwe aber nicht in Ruhe lässt, will ich ihr Recht verschaffen. 6 Der Herr aber sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt! 7 Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern bei ihnen zögern? 8 Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, den Glauben auf der Erde finden?


Reflexion on Lukas 18, 1-8 Einheitsübersetzung 2016

Inspiration - 2026-11-14 Tägliches Gebet

  • Das Gleichnis von der Witwe und dem ungerechten Richter wird uns im Zusammenhang mit der verheißenen Wiederkunft des Sohnes Gottes und der Tatsache vermittelt, dass alle Taten am Ende der Zeit gerichtet werden. Es ist bemerkenswert, mit welcher Hartnäckigkeit die ungerecht behandelte Frau darauf besteht, Gerechtigkeit zu erlangen. Sie fleht, sie bittet inständig und weigert sich im Grunde genommen, ein „Nein“ als Antwort zu akzeptieren. Sie ist ein Vorbild und Beispiel für uns.
  • Habe ich zeitweise die Hoffnung verloren, dass Du auf meine Bitten hörst oder sie überhaupt wahrnimmst? Darf ich diese Bitten jetzt erneut an Dich richten? Vertraue ich Dir genug? Meine bisherigen Bemühungen sollten mich davon überzeugen, dass ich dies tun sollte.