Markus 10, 2-16

2 Da kamen Pharisäer zu ihm und fragten: Ist es einem Mann erlaubt, seine Frau aus der Ehe zu entlassen? Damit wollten sie ihn versuchen. 3 Er antwortete ihnen: Was hat euch Mose vorgeschrieben? 4 Mose hat gestattet, eine Scheidungsurkunde auszustellen und die Frau aus der Ehe zu entlassen. 5 Jesus entgegnete ihnen: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben. 6 Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie männlich und weiblich erschaffen. 7 Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen, 8 und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. 9 Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.

10 Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber. 11 Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch. 12 Und wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet, begeht sie Ehebruch.

13 Da brachte man Kinder zu ihm, damit er sie berühre. Die Jünger aber wiesen die Leute zurecht. 14 Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn solchen wie ihnen gehört das Reich Gottes. 15 Amen, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. 16 Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.


Reflexion on Markus 10, 2-16

Inspiration - 2024-10-06 Tägliches Gebet

Die Pharisäer wollten Jesus in der Frage der Ehescheidung auf die Probe stellen und beriefen sich dabei auf die Haltung von Moses. Jesus hat den Wunsch Gottes beschrieben, aber er war sich bewusst, dass nicht alle diesem Ideal entsprechen. Mögen wir den Glauben und den Mut haben, die Wahrheit zu lehren und jenen gegenüber mitfühlend zu sein, die ihr nicht entsprechen.

Von der Ehe geht es zu den Kindern. Jesus freute sich, Kinder zu treffen und sich mit ihnen zu beschäftigen, trotz der Empörung der Jünger. Wir beten für die Freiheit der Kinder, sich Jesus zu nähern und bessere Mitglieder seines Reiches zu werden.