Markus 15, 33-39

33 Als die sechste Stunde kam, brach eine Finsternis über das ganze Land herein – bis zur neunten Stunde. 34 Und in der neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?, 35Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Hört, er ruft nach Elija! 36Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab Jesus zu trinken. Dabei sagte er: Lasst, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihn herabnimmt. 37Jesus aber schrie mit lauter Stimme. Dann hauchte er den Geist aus. 38 Da riss der Vorhang im Tempel in zwei Teile von oben bis unten. 39Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand, ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.,


Reflexion on Markus 15, 33-39

Inspiration - 2024-03-24 Tägliches Gebet

Jesus, der selbst Gott und mit dem Vater vollkommen eins ist, hat sich so sehr in unser Menschsein hineinversetzt, dass er sogar die Erfahrung machte, sich von Gott verlassen zu fühlen, so wie wir es oft tun, wenn wir leiden und uns in einer dunklen Lage befinden. Wir können daraus den Trost ziehen, dass wir, je weiter wir uns von Gott entfernt fühlen, umso näher an Jesus herankommen, der IMMER bei uns ist, selbst an den dunkelsten Orten.

„Der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Teile“ – das bedeutete etwas viel Größeres als das buchstäbliche Ereignis, dass der Vorhang im jüdischen Tempel in zwei Teile zerriss – es bedeutete, dass der Schleier zwischen Himmel und Erde zerrissen wurde und dass Jesu Tod den Himmel für jeden von uns geöffnet und uns Zugang zum Vater verschafft hat. Das Opfer Jesu am Kreuz hat dies „ein für allemal“ getan und uns damit eine innige Beziehung zu Gott ermöglicht, sowohl jetzt als auch im kommenden Leben, für die Ewigkeit.